Schönes Teichufer

Eine interessante Teichanlage braucht nicht unbedingt Blüten, um überzeugen zu können. Eine attraktive Mischung aus Blattfarben und the-brook-1355034_640Wuchsformen bezaubert den Betrachter eben auch dann, wenn gerade einmal am eigentlichen Teich kaum etwas blüht. Bei der Gestaltung des Teichrandes stehen Stauden mit flachem Wuchs in spannenden Kontrast zu grasartig schmalen Blättern der Taglilie und den üppigen Horsten von Schildplatt und Frauenmantel. Diese Bepflanzung bleibt bis weit in den Herbst hinein attraktiv, wenn sich die Blätter des Schildblattes kupferrot verfärben.

Richtige Pflege

Im Frühling erfrorene Blätter der Schwertlilien abschneiden, Substrat in den Pflanzkörben mit Langzeitdünger anreichern. Ausläufer von der Pflanze Fieberklee zurückschneiden. Im Sommer unbedingt Wasserschnecken von der Goldkeule fernhalten, regelmäßig Verblühtes von der Taglilie abschneiden, Tannenwedel und Fieberklee in ihrer Ausbreitung immer wieder begrenzen.

Im Herbst alle 2 Jahre die Purpurglöckchen teilen, bis zum Frühherbst Tannenwedel oder Fieberklee aus den bewurzelten Ausläufern vermehren. Im Frühherbst Schwertlilien unbedingt organisch düngen. Im Winter die Goldkeule ins tiefere Wasser stellen, in Regionen mit bekannt kalten Wintern Purpurglöckchen mit Reisig abdecken. Schildplatt gegen Fröste Schützen, diese Pflanze kann sich regenerieren.

Richtiges pflanzen

Teiche mit einer gestuften Abfolge von tiefem über flaches Wasser bis zu einer trockenen Randzone müssen bereits vorab sorgfältig geplant werden. Neben der Seerose in der tiefen Zone gehören auch wuchernde Arten des Flachwassers in Pflanzkörbe, oder sollten zumindest durch Wurzelbarrieren an ihrer Ausbreitung gehindert bzw. eingeschränkt werden. Frauenmantel, Purpurglöckchen und Taglilie werden ab dem Frühjahr aus dem Container gepflanzt. Ab Ende Mai Rohrkolben und Schwertlilien einsetzen. Wuchernde Arten unbedingt mit Wurzelsperre versehen. Etwa im selben Zeitraum Schildblatt flach auslegen und Tannenwedel pflanzen. Fieberklee und Tannenwedel entweder in Körbe oder direkt ins Flachwasser setzen.

Die Goldkeule benötigt tiefgründigen, nährstoffreichen Boden, dieser sollte mindestens 30 cm betragen. Sie wird am besten in einen tiefen Pflanzkorb gesetzt und anschließend versenkt. Geheimtipp: Aus den schwimmenden Samen der Goldkeule können in einer feuchten, stets mit Wasser überdeckten Schale neue Pflänzchen herangezogen werden.

Benötigte Pflanzen für ein interessantes Teichufer

2 Exemplare Frauenmantel etwa 30-50 cm hoch, 1 Exemplar Tannenwedel, 2 Exemplare Schildplatt, 1 – 2 Exemplare Goldkeule, 1 Exemplar Taglilie ca. 40-100 cm hoch, Fieberklee 1 – 2 Exemplare, 1 Exemplar Rohrkolben, 3 Exemplare Schwertlilien ca. 50-100 cm hoch und 2 Exemplare Seerosen.
Fazit: Sehr verständlich ist die Gestaltung eines Teichufers Geschmackssache. Trotzdem sollte bei der Bepflanzung berücksichtigt werden, dass die ausgewählten Wasserpflanzen für das Vorhaben Gartenteich auch geeignet sind. Vor allem sollten sich die Pflanzen beim Wachstum nicht gegenseitig behindern, hier ist es vorteilhaft diese nicht zu eng zusammen einzupflanzen.